Vereinsfreundschaft mit dem TTC Fischbach

Anfang der 2000er-Jahre entstand eine neue Vereinsfreundschaft des TTC Rheindahlen mit dem TTC Fischbach. Doch was führt einen Verein aus der Pfalz und einen Verein vom Niederrhein zusammen?

Zu den besonderen Kapiteln der Vereinsgeschichte des TTC Rheindahlen gehört die Freundschaft mit dem TTC Fischbach aus der Pfalz. In den frühen 2000er Jahren kam es zu insgesamt drei Freundschaftsspielen, ausgetragen sowohl am Niederrhein in Rheindahlen als auch in der Pfalz in Fischbach. Was im Jahr 2002 mit einem Besuch bei einem ehemaligen Vereinskameraden in der Pfalz begann, entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einer herzlichen Verbindung zwischen zwei Tischtennisvereinen, bei der neben dem sportlichen Wettkampf vor allem die Geselligkeit und das gemeinsame Vereinsleben im Mittelpunkt standen.

2000 – Der Beginn der Vereinsfreundschaft

Die Verbindung zum TTC Fischbach entstand durch den ehemaligen Rheindahlener Vereinskameraden Jörg Priester, der nach einigen Stationen in und um Köln in den vorherigen Jahren nun seine endgültige sportliche Heimat in der Pfalz beim TTC Fischbach gefunden hatte. Der persönliche Kontakt zu ihm bildete die Grundlage für die spätere Vereinsfreundschaft.

Bereits zur Jahrtausendwende 2000 reiste eine Delegation des TTC Rheindahlen nach Fischbach, um Jörg Priester zu besuchen und ein erstes Freundschaftsspiel gegen seinen dortigen Verein auszutragen.

Zur damaligen Delegation des TTC gehörten Hannelore und WillI Wilms, Ully und Egbert Menke, Ferdi Engelsch, Norbert Gerhards, Werner Hoffmann und "Beppo" Bremer.

Trotz der damaligen deutlichen 1:9 Niederlage des TTC´s gegen die Sportfreunde aus Fischbach bildete die Begegnung den Auftakt einer freundschaftlichen Verbindung, die in den folgenden Jahren durch gegenseitige Besuche und gemeinsame Unternehmungen weiter gefestigt wurde.

Schon damals zeigte sich, dass nicht allein die sportlichen Ergebnisse von Bedeutung waren. Vielmehr bot der Besuch die Gelegenheit, alte Kontakte zu pflegen, neue Freundschaften zu schließen und das Vereinsleben über die Grenzen des Niederrheins hinaus zu bereichern.

August 2005 – Die Fischbacher zu Gast in Rheindahlen

Am 27. August 2005 kam es zur zweiten Begegnung der beiden Vereine. Diesmal war der TTC Rheindahlen Gastgeber. Jörg Priester reiste gemeinsam mit einer Delegation des TTC Fischbach aus der Pfalz an den Niederrhein.

Für die Rheindahlener bot sich damit die Gelegenheit, sich für die Niederlage beim ersten Freundschaftsspiel im Jahr 2003 zu revanchieren.

Diesen Wimpel erhielten die TTC´-Spieler beim zweiten Freundschaftsspiel gegen den TTC Fischbach als Gastgeschenk

Für den TTC Rheindahlen gingen Thomas Jakobs, Kerim Gülenc, Ferdi Engelsch, Alfred Laschat, Stefan Purrio und Rainer Lüttgen an die Tischtennisplatten. Nach spannenden und umkämpften Begegnungen konnten sich die Rheindahlener gegen ihre Gäste aus der Pfalz durchsetzen.

Doch das sportliche Ergebnis sollte an diesem Wochenende schnell in den Hintergrund treten. Schließlich wollten die Rheindahlener ihren Gästen nicht nur ihre sportlichen Fähigkeiten, sondern auch die niederrheinische Lebensart näherbringen.

Der Besuch fiel auf das Wochenende des Rheindahlener Schützenfests. Die Fischbacher lernten dabei unter anderem den Brauch des Maisetzens kennen. Nach einem gemeinsamen Abendessen im Vereinslokal, bei dem mit Panhas und Muurejubbel auch regionale Spezialitäten auf den Tisch kamen, ging es gemeinsam ins Festzelt.

Dort wurde bis in die Nacht gefeiert. Besonders die für die pfälzischen Gäste ungewohnt großen niederrheinischen Trinkgefäße sorgten für einige amüsante Momente. Schnell zeigte sich, dass die Sportkameraden aus Fischbach nicht nur an der Tischtennisplatte, sondern auch bei der Geselligkeit bestens mit den Rheindahlenern mithalten konnten.

Der erste Besuch der Gäste in Rheindahlen war ein voller Erfolg. Noch am selben Wochenende wurde der Wunsch nach einem Wiedersehen geäußert. Für das folgende Jahr vereinbarten die Vereine einen erneuten Gegenbesuch in Fischbach.

Mai 2006 – Der Gegenbesuch in der Pfalz

Vom 19. bis 21. Mai 2006 reiste eine Delegation des TTC Rheindahlen zum erneuten Gegenbesuch nach Fischbach.

Erneut übernahm Jörg Priester eine zentrale Rolle bei der Organisation. Gemeinsam mit seiner Frau Anni hatte er ein abwechslungsreiches Wochenende vorbereitet. Besonders bemerkenswert war sein Engagement, da er sich wenige Wochen zuvor schwer verletzt hatte und deshalb nur eingeschränkt an den gemeinsamen Unternehmungen teilnehmen konnte.

Die Rheindahlener reisten in mehreren Gruppen an. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Emmi und Dieter Rath, Ully Menke, Bernd Mettler, Thomas Theunissen, Carsten Lamertz, Renate Hoffmann sowie Annemie und Alfred Laschat.

Schon am Freitagabend stand das gemütliche Beisammensein im Mittelpunkt. Die Rheindahlener wurden mit pfälzischen Spezialitäten und großer Gastfreundschaft empfangen.

Am Samstag, dem 20. Mai 2006, folgte das Freundschaftsspiel in der Fischbacher Sporthalle. Da den Rheindahlenern kurzfristig ein Spieler fehlte, halfen die Gastgeber unkompliziert aus und vervollständigten die Gastmannschaft.

Nach rund drei Stunden Tischtennis stand ein 9:6-Erfolg des TTC Fischbach bei 31:23 Sätzen fest. Damit hatten sich die Pfälzer für die Niederlage beim Besuch in Rheindahlen revanchiert.

Die sportliche Niederlage tat der guten Stimmung allerdings keinen Abbruch. Nach dem Spiel verbrachten beide Vereine einen geselligen Abend miteinander, der schließlich im Hotel „Tausendschön“ seine Fortsetzung fand. Erst gegen 3:30 Uhr am frühen Sonntagmorgen endete das gemeinsame Feiern.

Nach einem abschließenden Frühstück machten sich die Rheindahlener auf den Heimweg. Einige Teilnehmer verlängerten ihren Aufenthalt in der Pfalz sogar um ein paar Urlaubstage.

Eine Freundschaft über die Vereinsgrenzen hinaus

Die Begegnungen mit dem TTC Fischbach waren weit mehr als gewöhnliche Freundschaftsspiele. Von Beginn an standen neben dem Tischtennissport auch die persönlichen Kontakte und das gemeinsame Erleben regionaler Traditionen im Mittelpunkt.

Dass ausgerechnet ein ehemaliger Rheindahlener Spieler diese Verbindung ins Leben gerufen hatte, verlieh der Freundschaft einen besonderen Charakter. Jörg Priester blieb auch nach seinem Wechsel in die Pfalz ein Bindeglied zwischen seinem alten und seinem neuen Verein.

Die gegenseitigen Besuche wurden nicht nur von aktiven Spielern wahrgenommen. Auch Ehepartner, Freunde und weitere Vereinsmitglieder nahmen an den gemeinsamen Unternehmungen teil. So entwickelte sich aus einer sportlichen Begegnung ein freundschaftlicher Austausch, der weit über die Tischtennisplatte hinausging.

Damit bleibt die, wenn auch zeitlich begrenzte Freundschaft zum TTC Fischbach ein schönes Beispiel dafür, dass die Zugehörigkeit zum TTC Rheindahlen nicht zwangsläufig mit einem Vereinswechsel endet und aus ehemaligen Mannschaftskameraden Freunde fürs Leben werden können.