Vorsitzende

Ein Überblick über alle Vorsitzenden des TTC Rheindahlen seit 1950

Unsere Vorsitzenden seit 1950

Insgesamt 9 Menschen haben im TTC Rheindahlen seit 1950 Verantwortung für den Verein als 1. Vorsitzender übernommen. In einer über 75-jährigen Vereinsgeschichte zeugt dies von größter Kontinuität bei diesem so wichtigen Ehrenamt.

Wer waren und sind diese Vorsitzenden, und welche Aufgaben hatten sie, orientiert an der Vereinsentwicklung, schwerpunktmäßig zu bewältigen?

Willi Dreehsen

1950 - 1961

Willi Dreehsen

Günter Holz

1961 - 1971

Günter Holz

Manfred Fischelmanns

1971 - 1992

Manfred Fischelmanns

Thomas Zirbes

1992 - 1996

Thomas Zirbes

Egbert Menke

1996 - 2005

Egbert Menke

Thomas Jakobs

2005 - 2010

Thomas Jakobs

Holger Schallenburger

2010 - 2014

Holger Schallenburger

Achim Keil

2014 - 2022

Achim Keil

Holger Schallenburger

2022 - 2024

Holger Schallenburger

Nils Schallenburger

seit 2024

Nils Schallenburger

Willi Dreehsen (1950 - 1961)

Mit ihm hat alles beim TTC Rheindahlen angefangen. Er nahm als erster das Steuer des TTC Rheindahlen in die Hand.

Willi Dreehsen stand nach der Gründung einem 4-köpfigen Vorstandsgremium vor. In der Folge sprangen aber einige Sportkameraden von der Vorstandsarbeit wieder ab.

Willi Dreehsen war dann während seiner Amtszeit mehr oder weniger "Mädchen für alles". Lediglich unterstützt durch einen in der Person wechselnden Kassierer, verrichtete er alle im Verein anfallenden Arbeiten. Im wesentlichen hieß dies die Abwicklung des Spielbetriebes zu koordinieren. In Ermangelung einer Satzung hatte er auch keine Chance von seinen Tätigkeiten entbunden zu werden, denn Wahlen waren demnach nicht vorgeschrieben. Willi Dreehsen führt den Verein deshalb nach dem Prinzip weiter :

"Der richtige Mann am richtigen Platz"

Als er sich 1961 vom Tischtennissport zurückzog musste ein Nachfolger gefunden werden. Keine Frage, nach den bisherigen Erfahrungen wurde wieder dem selben Prinzip wie vor 10 Jahren vertraut : Der neue Vorsitzende wurde nicht gewählt, sonder erwählt.


Günter Holz (1961 - 1971)

Er setzte die Arbeit des Vorsitzenden in Personalunion mit den übrigen Vorstandsfunktionen fort.

Günter Holz erwarb sich während seiner Amtszeit große Verdienste um die Werbung von passiven Mitgliedern. Er erkannte, dass die Anforderungen an den Verein nicht alleine vom Beitragsaufkommen seiner aktiven Mitglieder erfüllt werden konnten. Für Sportgeräte (Tischtennisplatten, Netze, etc.) gab es nahezu keine öffentlichen Fördermittel. Auch die laufenden Kosten machten dem Verein schwer zu schaffen. Manchmal mussten Beiträge von den Mitgliedern im Voraus erhoben werden, um am Ende des Monats wieder einmal die von der Stadt erhobene Hallenmiete zahlen zu können. Aus reinen finanziellen Erwägungen trat der Verein deshalb im Jahre 1965 dem Stadtverband für Leibesübungen e.V. als Mitglied bei. Für einen Jahresbeitrag von 8 DM konnten die lästigen Hallenmieten von rd. 15 DM eingespart werden, denn Mitglieder im Stadtverband waren hiervon befreit.

Der Tischtennissport im allgemeinen nahm in dieser Zeit enorm an Beliebtheit zu. Hiervon wurde auch unser Verein erfreulicherweise nicht ausgenommen.

Günter Holz stellte Ende der 60er-Jahre fest, dass der Verein von ihm alleine nicht mehr geführt werden konnte. Der Mitgliederzuwachs von Aktiven und Passiven erforderte verstärktes Organisieren, das von einer Person nicht mehr zu leisten war. Er scharte deshalb einige engagierte aktive Mitglieder um sich und motivierte sie, entsprechend ihrer Fähigkeiten, Funktionen im Vorstand zu übernehmen. So stellten sich u. a, zur Verfügung : Alfred Sieger als Geschäftsführer, Norbert Gerhards als Jugendwart und Manfred Fischelmanns als Kassierer.

Längst stand es für Günter Holz bereits zu dieser Zeit fest, das besondere Engagement des Letztgenannten zu nutzen. Er überzeugte (bzw. überredete) deshalb Manfred Fischelmanns sich für das Amt des 1.Vorsitzenden zur Verfügung zu stellen. Mit dessen Einverständnis schlug er ihn im Jahre 1971 den Mitgliedern zur Wahl vor. Von diesen gewählt übernahm Manfred Fischelmanns das Steuer beim TTC Rheindahlen.


Manfred Fischelmanns (1971 - 1992)

Er widmete sich zu Beginn seiner Tätigkeit zuerst den dringend anstehenden organisatorischen Problemen.

Hierzu wurde der Vorstand erweitert und die Funktion jedes einzelnen festgelegt. Sein Hauptaugenmerk legte er auf die sich ständig vergrößernde Jugendabteilung. Er regte deshalb die Tätigkeit von Übungsleitern an. Was lag näher, als hierfür eigene aktive Mitglieder zu gewinnen. So wurde Alfred Sieger erster Übungsleiter des TTC. Aber Manfred Fischelmanns erkannte darüber hinaus auch, dass es für unseren Verein ungemein wichtig war, die jetzt zur Verfügung stehenden öffentlichen Sportförderungsmittel zu nutzen. Nur so war es möglich, Investitionen in Sportgeräte zu tätigen, ohne die Mitglieder besonders belasten zu müssen.

Ebenso achtete er darauf, dass der TTC bei der Vergabe von städtischen Sportstätten ausreichend berücksichtigt wurde.

Es waren aber nicht alleine die sportlichen Belange des Vereins zu wahren. Zu einem pulsierenden Verein gehört es auch, dass der gesellschaftliche Teil nicht zu kurz kommt. So konzentrieren sich die Aktivitäten des Vorstandes um Manfred Fischelmanns auch auf Vereinsfeste und Ausflüge, die sich bei den Mitgliedern nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen.

Daraus entsprang auch seine Initiative, das in diesem Jahr 40-jährige Bestehen des Vereins zu feiern. Mit dem Argument, man hätte eigentlich schon in der Vergangenheit gebührende Feiern bei runden Geburtstagen verpasst und sollte deswegen nicht etwa bis zum "goldenen Jubiläum" im Jahre 2000 warten, konnte er den Vorstand überzeugen, beziehungsweise bei ihm offene Türen einrennen.

Diese gute Überzeugungsarbeit darf sicherlich als prägende Charaktereigenschaft von Manfred Fischelmanns gesehen werden, die im Verein bei den Mitgliedern während seiner Amtszeit gut angekommen zu sein scheint - schließlich war Manfred Fischelmanns der erste Vorsitzende, der regelmäßig von der Jahreshauptversammlung gewählt wurde. Eine Amtszeit von 21 Jahren ist hierbei bemerkenswert und bis heute die längste durchgehende Amtszeit eines Vorsitzenden beim TTC Rheindahlen.


Thomas Zirbes (1992 - 1996)

Thomas Zirbes übernahm im Jahr 1992 das Amt des ersten Vorsitzenden des Tischtennisvereins Rheindahlen, nachdem sein Vorgänger Manfred Fischelmanns auf eigenen Wunsch zurückgetreten war. Mit seinem Amtsantritt begann eine Phase, die sowohl von organisatorischen Herausforderungen als auch von sportlichen Erfolgen geprägt war.

Während seiner vierjährigen Amtszeit bis 1996 führte Thomas Zirbes den Verein mit Engagement und Verantwortungsbewusstsein. Besonders hervorzuheben ist in dieser Zeit der sportliche Erfolg der 1. Seniorenmannschaft, der der Aufstieg in die Bezirksliga gelang – die höchste deutsche Spielklasse im Seniorenbereich. Dieser Erfolg unterstrich die positive Entwicklung des Vereins und die kontinuierliche Arbeit auf sportlicher Ebene.

Im Jahr 1996 trat Thomas Zirbes aus privaten und beruflichen Gründen von seinem Amt zurück. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger gestaltete sich zunächst schwierig: Auf der ordentlichen Jahreshauptversammlung konnte keine Lösung gefunden werden. Erst eine außerordentliche Versammlung brachte schließlich Klarheit, bei der Egbert Menke zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt wurde.


Egbert Menke (1996-2005)

Egbert Menke konnte bereits im Vorfeld seiner Tätigkeit als 1. Vorsitzender Erfahrung in der Vorstandsarbeit sammeln, da er seit 1992 als Pressewart mit zum Vorstand des TTC Rheindahlen gehörte. Artikel verfassen, die Presse informieren, das Vereinsblättchen erstellen, all das war genau das, was Egbert Menke in den vier Jahren vor 1996 zur Vorstandsarbeit beim TTC beitrug.

Als 1992 Thomas Zirbes sein Amt dann niederlegte stand der TTC zunächst vor einem Problem, da sich zunächst niemand bereiterklärte diesen wichtigen Posten zu übernehmen. Ein extra eingerichtetes Gremium, bestehend aus dem noch amtierenden Vorstand sowie den ehemaligen Vorsitzenden Manfred Fischelmanns und Günter Holz in beratender Situation wurde dann über mehre Sitzungen hinweg ein Zukunftskonzept für den TTC erarbeitet - letztendlich mit Egbert Menke an der Spitze in Funktion des 1. Vorsitzenden.

In seinen ersten Jahren im Verein musste Egbert Menke so einige sportliche Schwierigkeiten durchstehen, ging es doch für die 1. Mannschaft durch mehrere Abstiege hinunter bis in die Kreisliga, was damals von nicht wenigen als der Abstieg in die Bedeutungslosigkeit der Tischtenniswelt angesehen wurde.

Auch die Jugendabteilung brachte lange schon keine neuen Talente hervor und dümpelte, auch aufgrund eines Mangels an leistungsstarken Trainern, in der Kreisklasse herum.

Den Umschwung erlebte der Verein dann ausgerechnet im 50. Jubiläumsjahr zur Jahrtausendwende. Mit der Verpflichtung des jungen ukrainischen Talents Mika Meytin katapultierte sich die erste Mannschaft des TTC plötzlich wieder von 0 auf 100. Nach Aufstiegen in den Jahren 2001, 2002 und 2005 war der TTC dann wieder in der Landesliga angekommen.

2002 konnte unter Egbert Menke zudem Ulrich Klöckner als erfolgsverwöhnter Trainer für die Jugendabteilung an den TTC gebunden werden. Auch hier ließen die Ergebnisse nicht lange warten und schnell war der TTC hier wieder auf Bezirksebene vertreten.

Insgesamt wuchs der TTC immer weiter - 2004 knackte der TTC die magische Hürde von 200 Mitgliedern, zum Abschied von Egbert Menke 2006 nahm der Verein mit insgesamt 16 Mannschaften am Wettkampfbetrieb teil.

Neben all diesen positiven Entwicklungen im Verein gab es dann noch ein weiteres Projekt im Verein, was man noch lange mit dem Namen Egbert Menke verknüpft hat - das Projekt 13 plus.

2001 erörtere Egbert Menke in einem Gespräch mit dem TVR Rheindahlen mögliche Kooperationsmöglichkeiten zwischen beiden Vereinen. Hierbei sollte es vorallem darum gehen, wie man insbesondere Jugendliche wieder mehr an die Vereine binden konnte. Aus diesem Treffen erstand nach nach einiger Arbeit das Konzept "13 plus", eine Kinderbetreuung für Schulkinder an unterrichtsfreien Nachmittagen. Hiermit lief man bei der Stadt Mönchengladbach offene Türen ein, der damalige Schuldezernat Romboy beschrieb das Projekt gegenüber der lokalen Presse sogar als "einmalig in Mönchengladbach".

Bereits nach etwas mehr als einem Jahr hatte sich dieses Projekt dann so gut an den Schulen entwickelt, dass die Schulen den Vereinen auch die Vormittagsbetreuung, welche bis dato von der Arbeiterwohlfahrt bewerkstelligt wurde, anbot.

Dieses Projekt hatte in Zusammenarbeit mit dem TVR insgesamt von 2002 bis Ende des Schuljahres 2005 bestand und brachte dem TTC Rheindahlen letztendlich einen Gesamtgewonnen von 32.000 € ein. Mit Beginn des Schuljahres 2005 betrieb der TTC das Projekt dann in eigener Regie weiter - zwischenzeitlich waren hierfür 8 freiberufliche Betreuer, eine Festangestellte Pädagogin sowie 2 FSJ´ler beim TTC beschäftigt.